Therapie

Vor einer genauen Diagnose steht eine sorgfältige Untersuchung. Nach der vollständigen Untersuchung werden wir Ihnen die Diagnose erklären und die erforderliche Behandlung vorschlagen bzw. durchführen. Wir werden Ihnen auch empfehlen, was Sie selbst zu einer raschen Heilung beitragen können. Stellen Sie uns Fragen, auch wenn es Ihnen peinlich ist. Wir haben Verständnis für Ihre Probleme, denn ihre Lösung ist unsere Berufung.

  1. Mastdarm
  2. Hamorrhoidale Schwellpolster
  3. Innere Schließmuskel
  4. Äußerer Schließmuskel
  5. Afterdrüsen

Vor einer genauen Diagnose steht eine sorgfältige Untersuchung. Nach der vollständigen Untersuchung werden wir Ihnen die Diagnose erklären und die erforderliche Behandlung vorschlagen bzw. durchführen. Wir werden Ihnen auch empfehlen, was Sie selbst zu einer raschen Heilung beitragen können. Stellen Sie uns Fragen, auch wenn es Ihnen peinlich ist. Wir haben Verständnis für Ihre Probleme, denn ihre Lösung ist unsere Berufung.

Fast jeder Erwachsene leidet irgedwann in seinem Leben unter Beschwerden des Enddarms - also der letzten 20 cm des Dickdarms. Die Betroffenen klagen oft über juckende und brennende Entzündungen der Afterregion. Nicht selten treten auch Blutungen auf. Häufig sind Hämorrhoiden die Ursache. Aber auch andere Erkrankungen können sich hinter diesen Beschwerden verbergen. Frühzeitige Erkennung und Behandlung durch den Enddarmspezialisten (Proktologe) helfen Folgeschäden - etwa im Alter - oder gar lebensbedrohliche Krankheiten zu vermeiden und geben Ihnen ein unbeschwertes Lebensgefühl zurück.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind krankhaft vergrößerte, stark durchblutete Gefäßschwellkörper am Ende des Mastdarmes. Sie bleiben oft lange unbemerkt. Erst bei fortgeschrittener Entwicklung verursachen sie Afterjucken, Brennen, Stuhlverschmutzung der Wäsche oder gar Blutungen.

Meist lassen sich die Hämorrhoiden schmerzlos durch Verödungen (Sklerosierung) oder Gummiring-Abbindungen (Ligatur) wieder beseitigen. Nur selten, im fortgeschrittenen Stadium des Hämorrhoiden-Leidens (Vorfall) ist eine Operation erforderlich. Es gibt verschiedene Operations-Verfahren.

Für jeden Patienten muß der erfahrene Proktologe das jeweils optimale OP-Verfahren individuell auswählen. Es gibt also kein OP-Verfahren „für alle“! Diese Operationen werden öfters stationär durchgeführt. Hierfür arbeite ich mit besonders erfahrenen proktologischen Chirurgen zusammen.

Anal-Thrombosen

Oft auch fälschlich als „äußere Hämorrhoiden“ bezeichnet, sind Anal-Thrombosen plötzlich auftretende, meist hochschmerzhafte Knoten am Afterrand. Sie entstehen durch Gerinnselbildung in einer entzündeten Hautvene. Örtlich wirksame Arzneimittel bringen rasche Abhilfe. Nur ausnahmsweise ist die operative Entfernung in örtlicher Betäubung angezeigt (ambulant).

Analfissur (Afterriß)

Diese Riß verursacht Blutungen und stark brennende Schmerzen bei und nach der Stuhlentleerung. Es handelt sich um eine oft schlecht heilende Wunde (Ulkus) im Analkanal. Frühzeitig erkannt und mit krampflösenden Salben und Analdehner behandelt, kann die Analfissur ausheilen.

Bei der chronischen Analfissur besteht die Gefahr von komplizierender Fistelbildung mit Schädigung des Schließmuskels. Eine chronische Analfissur muß deshalb operiert werden. Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Analekzem

Es hat viele Ursachen, nicht selten sind daran aber auch die Hämorhoiden beteiligt. Daher ist ihre Beseitigung Voraussetzung zur Heilung. Eine schonende Analhygiene, die Vermeidung hautreizender Substanzen sowie gezielte örtliche Arzneibehandlung (Crème, Paste) bringen meist rasche Abheilung. Bei Verdacht auf Allergien muß ggfs. die Ursache mit speziellen Hauttests aufgedeckt werden.

Anal-Fistel

Sie ist eine Spätfolge eines analen Abszesses, einer eitrigen, abgekapselten Entzündung, die akut mit schmerzhafter Schwellung und bisweilen auch Fieber einhergeht. Der Abszeß muß umgehend operativ eröffnet und entleert werden. Die fast regelmäßig verbleibende Analfistel sollte fachgerecht operiert werden, um erneute Abszeßbildungen und damit eine fortschreitende Schließmuskelschädigung zu vermeiden.

Die meisten Fistel-Operationen lassen sich in örtlicher Betäubung ambulant durchführen. Größere Eingriffe können gegebenenfalls in Narkose in einem spezialisierten OP-Zentrum vorgenommen werden.

Darmblutungen

Häufigste Ursache für sichtbare (d.h. tropfend, spritzend oder am WC-Papier) Blutungen sind die Hämorrhoiden. Auch Analfissuren, Ekzeme, Fisteln oder Analthrombosen können sichtbare Blutungen auslösen.

Darmblutungen sollten grundsätzlich durch eine Mastdarmspiegelung (Rektoskopie) und/oder eine Dickdarmspiegelung (Coloskopie) abgeklärt werden, um höher im Darm gelegene Blutungsquellen wie z.B. Darmpolypen oder Darmkrebs auszuschließen.

Für eine weiterführende Spezial-Diagnostik und stationäre Behandlungen arbeite ich eng mit mehreren Gastroenterologen und coloproktologischen Spezialkliniken zusammen.

Darm-Polypen

Darm-Polypen sind gutartige Schleimhautgeschwülste, die sich durch eine Darmspiegelung (Coloskopie) entdecken und schmerzlos entfernen lassen. Sie sollten grundsätzlich entfernt werden, da sie in Darmkrebs übergehen können.

Für eine weiterführende Spezial-Diagnostik und stationäre Behandlungen arbeite ich eng mit mehreren Gastroenterologen und coloproktologischen Spezialkliniken zusammen.

Proktologischer Untersuchungsgang

Eine proktologische Untersuchung ist eine schmerzfreie, mehrstufige Untersuchung des Analkanals und Enddarms zur Abklärung von Beschwerden wie Hämorrhoiden, Fissuren, Blutungen oder Juckreiz, bei der Inspektion, Palpation (Tasten) und Instrumente (Proktoskop/Rektoskop) zum Einsatz kommen, um Diagnosen zu stellen, Biopsien zu entnehmen oder kleinere Behandlungen durchzuführen. Sie beginnt mit einem Gespräch und endet mit der genauen Betrachtung des Bereichs, oft in speziellen Instrumenten wie dem Proktoskop (Analkanal) und Rektoskop (unterer Enddarm).

Ablauf einer proktologischen Untersuchung

  1. 1. Anamnese (Gespräch): Der Arzt erfragt Ihre Symptome, Krankengeschichte und frühere Behandlungen.
  2. 2. Inspektion: Begutachtung des äußeren Analbereichs auf sichtbare Probleme.
  3. 3. Palpation: Vorsichtiges Tasten des Bereichs mit dem Finger, um Konsistenz und Anomalien zu prüfen.
  4. 4. Rektale Untersuchung (Fingeruntersuchung): Der Arzt tastet den Analkanal und den unteren Enddarm mit einem gut geschmierten Finger ab.
  5. 5. Proktoskopie/Rektoskopie (Spiegelung): Mit einem kurzen, trichterförmigen Instrument (Proktoskop) wird der Analkanal (Proktoskopie) und mit einem längeren (Rektoskop) der untere Enddarm untersucht.